Das 10. Gebot
Lass dich nicht gelüsten deines Nächsten Weibes, noch seines Knechtes noch seiner Magd, noch seines Ochsen noch seines Esels, noch alles, was dein Nächster hat. (Ex 20,17b)
Bei aller neckischer Verachtung, die ich dem organisierten Christentum gegenüber hege, hier hast du ein wahres Wort gelassen aufdiktiert, mein lieber Jahwe… 
„Nanu?“, mag sich jetzt der Eine oder die Andere denken, „Hat der Helskrieger jetzt doch den Pfad der Tugend beschritten? Hat er endlich eingesehen, dass anderer Menschen Gefühle genauso wichtig sind wie die eigenen?“ Mitnichten. So entrückt ich auch hin und wieder erscheinen mag – Wenn ich eines Tages so dumm sein werde zu glauben, alle Menschen seien gleich, stürz ich mich ins Schwert. 
Der Grund ist viel naheliegender als man denkt. Solang es sich nur um Besitz dreht, ists noch nicht so schlimm… wenn man versucht, seinem Nächsten den Besitz wegzunehmen, wird er das gar nicht toll finden. Dann wehrt es sich. Und das wird man dann selbst nicht toll finden. In den meisten Fällen verteidigen Menschen ihr „Recht“ verbissener als notwendig… und dann ist es wesentlich einfacher, bequemer und klüger, sich eigenen Besitz zuzulegen… oder sich wenigstens dreimal zu überlegen, ob die Sache den Aufwand wirklich wert ist. Normalerweise machen materielle Güter nicht glücklich – sind also kein Grund, sich unglücklich zu machen.
Anders sieht es mit Frauen (respektive Männern, je nach eigener Vorliebe) aus. Sie schaffen es schon, einem dann und wann ein Glücksgefühl zu geben und sei es bloß für ein paar kurze Augenblicke
Aber auch hier stellt sich wieder die Frage, wieviel Aufwand es wert ist. Ist der – offene oder verdeckte – Konflikt mit dem aktuellen Lebenspartner des Objekts der Begierde die Belohnung wert? Meiner Meinung nach selbstverständlich ja. Aber das ist gar nicht der Knackpunkt… Auch wenn gewohnte Schemata sehr praktisch sind, darf man nie das Offensichtliche übersehen: Wie fühlt man sich wohl, wenn das Objekt der Begierde – völlig legitim – Tag für Tag mit einem Anderen, nämlich seinem aktuellen Lebenspartner, ins Bett steigt? Kann man in Kauf nehmen, dass man seine wertvollsten Teile der Seele und des Körpers dort positioniert, wo der Saft eines Anderen klebt? Mit Verlaub, geht doch wider alle Vorschriften der Hygiene und Psychohygiene. Indem man eine Frau dazu bringt, zu betrügen, wird man doch automatisch selbst zum Betrogenen. Klarer Fall von Selbstverarschung – das, liebe Freunde der Wissenschaft, wollen wir doch um jeden Preis vermeiden, nicht wahr?
Deshalb schließe ich dieses Statement mit einem Sinnspruch, der dem 10. Gebot sinngemäß entspricht:
Willst du nicht beschissen werden, benutz eine freie Toilette.
Liebe mit Köpfchen
An dieser Stelle möchte ich über ein Thema sprechen, das uns Allen, die wir Menschen sind, ganz besonders am Herzen liegt: Liebe. Wird ja auch langsam Zeit, dass sich mal ein Vernunftmensch dieser Sache annimmt und ein nutzbares System entwickelt 
Ich werde in diesem Artikel zu Veranschaulichungszwecken etwas über meine persönlichen Wünsche und Bedürfnisse preisgeben, was allerdings bitte nicht als Gesuch zu verstehen ist. Es ist ferner so, dass die persönliche Erfahrung die wichtigste Grundlage für eine autodidaktische Philosophie darstellt.
Beziehungen, das steht für den Egozentriker fest, sind in erster Linie Liebe zu sich selbst. Sie entspringen dem Wunsch, diesem Ziehen in Leib und Schultern nachzugeben, das wir gemeinhin „Sehnsucht“ nennen und ist damit, wie sollte es anders sein, reine Bedürfnisbefriedigung.
Welcher Art diese Bedürfnisse sind, die uns dazu verleiten, Beziehungen einzugehen, mag von Person zu Person verschieden sein, doch immer erwarten wir irgendetwas von der anderen Person. Je nach dem, wie diese Bedürfnisse aussehen, wünschen wir uns verschiedene Fähigkeiten, die unser Traumpartner besitzen muss. Ich wünsche mir zum Beispiel Verständnis, weshalb mein Traumpartner ausreichend Intelligenz, Einfühlungsvermögen und eine gewisse Neigung zum Chaos besitzen muss, um mit mir und meinen chaotischen Gefühlen Schritt halten zu können. Stilvoll und menschlich wie ich bin, gibt es natürlich auch eine eine sexuell-ästhetische Komponente, die gestillt werden will: Feine, wohlgestaltete Körpermaße, ein schönes Gesicht und eine ansprechende Körpersprache gehören ebenso selbstverständlich zu den Grundvoraussetzungen, die eine Frau nach meinem Geschmack mit sich bringen muss, wie auch eine gewisse Sicherheit in den Gefühlen zu meiner Person.
Eigentlich habe ich mit dieser Auflistung bereits einen wichtigen Aspekt der Beziehungssystematisierung vorweggenommen. Der Vernunftmensch in seinem Streben nach Erkenntnis ist natürlich in seinem ganzen Wesen gewillt, seine eigenen Bedürfnisse klar zu erkennen. Wie sonst soll es ihm auch möglich sein, sie zu befrieden und das erreichen, was ihm sein Gefühl als sein persönliches Glück verkaufen möchte?
Selbst dem einfältigsten Geist dürfte es einleuchten, dass es für eine glückliche Beziehung unabdingbar ist, sich darüber im Klaren zu sein, welche Bedürfnisse er an eine Beziehung stellt. So erspart man sich doch die bittersten aller Enttäuschungen und gelangt deutlich zielsicherer zu seinem Glück.
So weit, so gut. Nun sollte sich selbst der verstockteste Egozentriker darüber im Klaren sein, dass zu einer funktionierenden Beziehung natürlich immer (von polyamorösen Umsetzungen einmal abgesehen) zwei gehören. Es reicht nunmal nicht aus, dass lediglich Einer glücklich ist. Nur ein in seinen Bedürfnissen befriedigter Beziehungspartner wird gewillt sein, die Beziehung langfristig fortzusetzen und nur ein solch befriedigter Partner ist überhaupt imstande, positive Resonanzen zu geben. Zudem wird er uns zu verstehen geben, dass unsere Fähigkeiten zur Befriedigung seiner Bedürfnisse hinreichend geschult sind – und das wiederum ist sehr gut für unser Selbstbewusstsein.
Also ist der Vernunftmensch um seines eigenen Glückes Willen bestrebt, auch die Bedürfnisse und Sehnsüchte des Partners zu erkennen und entsprechend zu befriedigen. Ein intensives Studium des Objekts der Begierde ist hier dringend anzuraten, praktischer Weise auch gern in Verbindung mit der Offenlegung der eigenen Bedürfnisse, damit der potentielle Partner imstande ist, diesen nachzukommen. Es ist hier tatsächlich nicht verkehrt, die ersten Kommunikationsversuche in beliebige Richtungen zu starten. Es braucht eigentlich nicht viel Hirn, um aus einfachen Aussagen einige Bedürfnisse herauszulesen. „Ich mag Katzen“ ist zum Beispiel eine unmissverständliche Bedürfnisäußerung. Die sollte man sich tunlichst einprägen, um später vielleicht etwas wie „Schau mal, ein Kätzchen“ sagen zu können. Denn ein katzenhassender Partner (
Wer will denn sowas?) wird diesen Satz höchstens in Verbindung mit „…wollen wir es anzünden?“ hören wollen.
Persönliche Themenbereiche vertiefen zu wollen, signalisiert Interesse, wie auch viele Kleingeister, die sich für unwiderstehlich halten, bereits gemerkt zu haben. Irrig sind sie jedoch in der Annahme, es ginge lediglich um jenes Signal, denn falsche Bedürfnisse zu signalisieren stellt eine eventuell folgende Beziehung auf eine sehr unbefriedigende Basis. Echtes Interesse ist hier angebracht und dem Forschergeist ist dies ohnehin zu eigen. Denn es wirkt nicht nur sympathisch, interessiert zu sein, es ist auch ungemein nützlich. Je mehr man über die andere Person in Erfahrung bringt, je näher man sie studiert, desto leichter wird es, ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Es ist natürlich unabdingbar, nicht nur auf die bloßen Bedürfnisse zu horchen, sondern auch darauf, ob sie gestillt werden können – und entsprechend auch seinerseits Rückmeldungen zu geben.
Nach hinreichendem Studium der anderen Person und hinreichender Offenlegung der eigenen Persönlichkeit ist es dem Vernunftmenschen möglich, relativ genau abzuschätzen, ob die Bedürfnisse miteinander harmonieren und eine fruchtbare Beziehung daraus entstehen könnte, anders gesprochen: Man kann sich nun sicher sein, ob einem die eigenen Triebe einen Streich gespielt haben oder ob man es tatsächlich mit einem der eigenen Liebe würdigen Partner zu tun hat. Natürlich schadet es auch nicht, darauf zu achten, ob die andere Person die eigene Einschätzung teilt.
Der wohl schwierigste Teil der Partnerwahl besteht nun darin, ein weiteres eigenes Bedürfnis festzustellen: Die gewünschte Intensität der Beziehung. Eine eher oberflächliche Beziehung deckt nur wenige Bedürfnisse, eine eher tiefgreifende derer viele. Zunächst scheint es so, dass eine tiefgreifende einer oberflächlichen Beziehung vorzuziehen ist, da sie mehr Aussicht auf Glück verspricht und auch weniger ersetzlich ist.
Doch genau da liegt der Schwachpunkt tiefgreifender Beziehungen: Je essentieller die Bedürfnisbefriedigung, desto schwieriger ist ein zeitlich begrenzter Wegfall dieser Bedürfnisbefriedigung zu ertragen. Für beide Partner kann dies dann einen schweren emotionalen Schlag bedeuten, der nicht leicht zu verkraften ist. Diese Kausalität ist natürlich ein hohes Sicherheitsrisiko für die Beziehung und kann durchaus zur Folge haben, dass sie instabil wird.
Andererseits kann eine weniger intensive Beziehung dafür sorgen, dass sich beide Partner unbefriedigt fühlen und sich die Beziehung bald in Disharmonie auflöst. Schließlich sind die Bedürfnisse der Partner ja stets in ihnen enthalten und werden nicht erst durch die Beziehung ausgelöst. So mag es geschehen, dass sich ein Partner ihr Glück anderweitig sucht und sich der Andere natürlich entsprechend mies fühlt.
Nun mag ein unbedachter Egozentriker triumphierend verkünden, dass die Lösung dieses Problems darin bestünde, den Partner fester an sich zu ketten als man selbst in Ketten liegt. Nur so gelänge es, nicht selbst derjenige zu sein, der sich hinterher mies fühlt. Das aber, liebe Freunde der Wissenschaft, ist ein Trugschluss. Zwar wurde hier eine Kausalität richtig erkannt, doch die Lösung ist es auf keinen Fall. Denn diese Vorgehensweise würde bedeuten, dass man selbst einen Mehraufwand auf sich nimmt, um möglichst viele Bedürfnisse des Partners zu stillen und dafür wenig eigene Bedürfnisse befriedigt bekommt. Das wäre in etwa so als würde man für eine Rolle Toilettenpapier hundert Euro bezahlen. Das ist nicht nur unwirtschaftlich, das ist schlichtweg bescheuert. Da ist es doch besser, gleich auf das Preis-Leistungsverhältnis zu achten und sein Geld, bzw. seine Mühen, gescheiter zu investieren. Ein ausgewogenes Preis-Leistungsverhältnis gibt einer Beziehung das Adjektiv „symmetrisch“ – Man verkauft sich nicht unter Wert und bietet selbst genug, um für eine gewisse Stabilität zu sorgen. Daraus folgt, dass in einer vernünftigen Beziehung beide Partner gleich viel bekommen und damit auch gleich viel voneinander abhängig sind.
Wie viel Abhängigkeit gewünscht ist, wägt der Vernunftmensch anhand der der Quantität und der Qualität seiner Bedürfnisse ab. Je weniger Bedürfnisse überhaupt vorhanden sind, desto oberflächlicher darf eine Beziehung ausfallen, je mehr Bedürfnisse vorhanden sind, desto tiefgreifender muss sie ausfallen. Ein Mensch von hohem Intellekt und Geschmack ist sicherlich mit einer tiefgreifenderen Beziehung gut beraten, während sich der Kleingeist ruhigen Gewissens an einer oberflächlichen Beziehung genugtun darf.
An dieser Stelle möchte ich den Artikel, nicht jedoch weiterführende Gedanken, beenden mit einem Zitat von – wer hätte das geahnt – Friedrich Nietzsche:
„Haben Sie Lust, mein Schicksal zu sein?“
Autodidaktische Moral
„Autodidaktische Moral“ – das klingt auf den ersten Blick widersinnig. Schließlich ist Moral ja etwas Gelerntes, Gesellschaftsimmanentes. Doch wollen wir, liebe Freunde der Wissenschaft, nicht vergessen, dass wir selbst Teil dieses Systems sind, das wir gemeinhin „die Gesellschaft“ nennen. Moral gründete sich schon immer auf den Ansichten jener, die sich selbst Moralisten schimpfen. Also will ich einen Versuch wagen, eine eigene Moral zu entwickeln und zu erlernen, was im Grunde genommen das selbe ist.
Ich selbst war einmal, dank meines Elternhauses, Teil jeder hypermoralischen Bewegung, die sich selbst als „die Linke“ bezeichnet. – Eigentlich ein willkürlich zusammengewürfelter Haufen beeinflusster Herdentiere, die mit ebenso willkürlich zusammengewürfelten Ideologien um sich werfen, oft ohne die echten Hintergründe zu kennen. Hypermoralisch wie ich war, stellte sich mir natürlich irgendwann einmal die Frage „Ist es überhaupt anständig oder moralisch vertretbar, Moral zu fordern?“. Da ich mich mit willkürlich festgelegten Dogmen nie anfreunden konnte, sie mir nämlich moralisch verwerflich erschienen, fand ich auch keinen Trost darin, dass man jawohl verlangen dürfte, was man selbst einhalte oder dass eine beliebige Moral besser sei als gar keine. Schließlich empfand ich es als durchweg unmoralisch, einem Anderen die eigenen Moralvorstellungen aufzuzwingen. So besiegte die Moral sich selbst und ich wurde vom Moralisten zum Moralkritiker.
Wenn verbieten verboten ist, dann muss man es doch verbieten, dass jemand das Verbieten verbieten will. Wenn jeder das Recht auf freie Meinungsäußerung hat, dann hat auch jeder das Recht darauf, frei heraus zu behaupten, freie Meinungsäußerung sei eine dumme Idee, wenn dies seine Meinung ist. Wenn jede Idee kritisch hinterfragt werden will, dann muss man auch kritisch hinterfragen, ob es überhaupt richtig sei, kritisch zu hinterfragen. Schließlich bleibt dem Moralisten auf der Suche nach der Moral nur die sokratische Lösung „Ich weiß, dass ich nichts weiß“, gar nicht wissen kann. Und doch: Der Moralkritiker steht ebenso dumm da, wie jeder Moralist, da er eigentlich selbst einer ist. Kritik als Moral ist auch nicht unbedingt solider als jede andere. Was, so stellt sich ihm die Frage, nun tun? Angesichts des Nichtwissens kapitulieren und die Hände in den Schoß legen, weil jede Handlung sinnlos wäre? Wäre das Kapitulieren und die Passivwerdung nicht eine ebenso sinnlose Handlung wie jede andere auch? Ist es nicht viel mehr ganz und gar sinnlos, etwas abzulehnen, nur weil es sinnlos ist?
Wie sagt der Volksmund doch so schön? Wenn man will, dass etwas ordentlich gemacht wird, dann muss man es selbst tun. Wenn also niemand eine ordentliche Moral zu bieten hat, krempelt man am besten einfach die Ärmel hoch und baut selbst eine. So wird der Kritiker letztendlich zum Philosophen, wie ihn Nietzsche vorausgesagt hat, den man vielleicht als einen Künstler oder Handwerker unter den Wissenschaftlern sehen kann.
Moral ist als Ethik Handlungsgrundlage eines jeden Menschen. Folglich entstammt jedes Tun einer bereits vorhandenen Moral. Warum also nicht die verkorksten Ideologien und die fehlgeleitete Gesellschaftsmoral abschütteln und das, was übrig bleibt, von Grund auf neuordnen? Es ist oft besser, eine Festplatte zu formatieren und das Betriebssystem neu zu installieren als ein verpfuschtes System auf Biegen und Brechen reparieren zu wollen.
Das was übrig bleibt, das sind die Vernunft, die Triebe und der Wille. Diese Grundlagen autodidaktisch zu studieren, bedeutet auch, eine neue Moral zu entwickeln. Diese Moral ist automatisch, wie jede Form autodidaktischen Lernens, egozentrisch. Man darf also ruhig überrascht sein, ich bin es jedenfalls, zu welchem Altruismus ein egozentrische Moral fähig ist.
Da es einen bekanntermaßen weiser erscheinen lässt, sich auf die Weisheit Anderer zu berufen, möchte ich diesen Artikel mit einem Zitat von Friedrich Nietzsche schließen:
„Erkennen heißt: Alle Dinge zu unserem Besten verstehen.“
Life Hacking = Ars Vivendi ?
Ars Vivendi (Lebenskunst) und Life Hacking sind zwei Begriffe für zwei sehr ähnliche Disziplinen. Sie sind einander in ihren Methoden so ähnlich wie sie in ihrer zugrunde liegenden Philosophie unterschiedlich sind.
Der Life Hacker setzt sich seine Ziele und sieht sie, einmal definiert, als gegeben an. Jedes Mittel ist ihm recht und billig, um diese Ziele zu erreichen, ja, es gilt ihm als besondere Leistung, sich seinen Erfolg zu „erschummeln“. Je weniger Aufwand, Zeit und Kosten der Weg zum Ziel verbrauchst, desto besser. Hinter seinen Zielen steht alles Andere zurück. Es lässt sich definieren: Das Sekundärziel des Lifehackers ist in seinen Handlungen stets Optimierung. Dieses Sekundärziel gilt als anzustrebendes Ideal, um jedes auftauchende Primärziel (Macht, Geld, Liebe, Freizeit,…) zu erreichen. Aus diesem Ideal heraus erwächst sein mächtigstes Werkzeug, seine Lifehacking-Fähigkeiten.
Der Lebenskünstler hingegen formt sein Leben nicht nach Wirtschaftlichkeit, sondern nach Ästhetik. Sein Primärziel ist also stets künstlerischer Anspruch, seine auftauchenden Wünsche hingegen sind seine Sekundärziele, die sich der Ästhetik unterordnen müssen. Als direkte Folge gilt das ständige Überprüfen der eigenen Wünsche in Hinblick auf ästhetischen Anspruch als wichtigste Methode des Lebenskunst. Unpassende Wünsche werden einfach abgelegt, da der Lebenskünstler sein Glück nicht in der Erfüllung von Einzelaspekten legt, sondern in der Bestimmung seines Lebens als Gesamtkunstwerk. Dies gilt auch im Teilbereich der Überlebenskunst, wo das Zurückstellen überflüssiger Ansprüche und eine gewisse Genügsamkeit im Blick auf die verhandenen Möglichkeiten ständig erfordlich ist.
Trotz, oder gerade wegen, dieser Gegensätzlichkeit halte ich beide Disziplinen für vereinbar in einer Person. Aus Sicht der Life Hackers ist es durchaus möglich, Ästhetik als oberstes Primärziel anzusetzen, wie auch der Lebenskünstler Optimierung als, je nach Situation, über- oder untergeordnetes Sekundärziel verfolgen kann. So kann (muss aber nicht) eine Verschmelzung beider Lifestyles zu einem harmonierenden und funktionierenden Ganzen erfolgen.
Egoblog statt Egoseite
Bloggen ist in, Bloggen ist modern. Außerdem enthielt meine bisherige Egoseite jede Menge Funktionen, die ich einfach nicht gebrauchen kann. Daher werde ich nun die Artikel der alten Seite in diesen Blog transferieren und alle neuen hier veröffentlichen.
Als Projekte laufen derzeit: Ultrapunk Rollenspiel und Lovehacker’s Organizer.
In diesem Sinne: Keep safe, stay sane.